Bewusster Leben

Henry Ward Beecher sagte einst: “The art of being happy lies in the power of extracting happiness from common things”.

Heute wollen wir mehr. Wir wollen nicht mehr einer der Fische im Meer sein, sondern der größte, bunteste Fisch unter Billiarden sein. Wir möchten über uns hinauswachsen – vielleicht sogar so sehr, dass wir irgendwann aus uns herauswachsen und uns verlieren. Wir rennen solange unserem Glück hinterher und merken nicht, dass wir uns längst verrannt haben.

Wie oft hat das Glück schon an der nächsten Straßenecke auf uns gewartet und wir haben es nicht bemerkt, weil wir zu beschäftigt waren, in den Rückspiegel zu schauen?

Unsere Gedanken stecken gerne woanders. In der Vergangenheit, in der Zukunft, aber selten im Hier und Jetzt.

Einfache Gründe, warum wir es verlernt haben zu genießen

Doch warum fällt es uns so schwer, einzelne Momente aufzufangen und zu genießen?

Reizüberflutung, Schnelllebigkeit, rasante Entwicklungen, Austauschbarkeit – all das zeichnet die Gesellschaft im 20. Jahrhundert aus und überträgt sich unvermeidlich auf das einzelne Individuum.

Wir sehen, wie manche bereits mit 16 ihr Abitur machen, direkt anfangen zu studieren und mit 23 mitten im Berufsleben stehen. Die jüngere Generation wird immer gefragter, die ältere austauschbar – und wir fangen an, an uns zu zweifeln und uns ständig mit anderen zu vergleichen.

Die Leistungserwartungen sind schlicht und ergreifend zu hoch. Die Angst, nicht das Richtige zu tun, noch höher. Folglich lastet ein Dauerstress auf uns, der uns oftmals blind für die schönen Momente im Leben macht.

Es stimmt, unsere Umwelt wirkt sich, so sehr wir uns auch dagegen sträuben, stark auf unser Wohlbefinden aus. Doch das Ausmaß, wie sehr uns diese Auswirkungen in entweder positiver oder negativer Weise bestimmen, liegt häufig an unserer Denkweise.

„Jeder ist seines Glückes Schmied“ heißt es so schön. Und es ist wahr: Wir können in vielen Situationen (ich sage hier bewusst viele und nicht alle) unseres Glückes Schmiedes sein, indem wir unsere Reaktionen auf bestimmte Ereignisse analysieren und versuchen, diese zum Positiven hin verändern.

Was passiert ist, ist passiert. Wenn etwas schief läuft, machen wir es beim nächsten Mal besser. Wenn wir uns im Alltag weniger häufig Stress machen, werden wir sicherlich schnell merken, wie positiv sich das auf unsere Gefühlslage auswirkt.

Doch wie genau stellen wir das an, aus dem Schatten unserer bisherigen Lebensgewohnheiten herauszutreten, um unseren Alltag bewusster zu gestalten?

Begebe Dich jetzt mit mir zusammen auf die Suche nach kleinen, aber wirksamen Veränderungen. 15 Veränderungen, die Dir helfen werden, bewusster durch das Leben zu gehen und Schritt für Schritt glücklicher zu werden.

1. Lebe jeden Tag, als wärest Du auf Reisen

Reisen gibt uns das Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und Ausgeglichenheit. Der angestaute Alltagsstress fällt von uns ab. Wir sehen die Welt plötzlich durch Kinderaugen, weil wir Neues entdecken, so neugierig sind.

Diese Neugier macht uns lebendig; wir sind offener und wollen etwas erleben. Nehmen viele Kleinigkeiten wahr, gehen auf Menschen zu und lassen uns treiben. Wir sind positiver gestimmt.

Mal Hand aufs Herz: Wie oft probierst Du in Deinem Heimatort Neues aus? Wie häufig sprichst Du dort Mitmenschen an?

Oftmals ist man in der eigenen Heimatstadt gehemmter. Aber damit ist jetzt Schluss. Ich kann Dich nur ermutigen, Deine Lebenseinstellung, die Du auf Reisen hast, auf Deinen Alltag zu übertragen.

Du wirst erstaunt sein, wie offen die Menschen in Deiner Stadt sein können, wenn Du Dich ihnen gegenüber auch öffnest, und wie viele neue Sachen Du entdecken wirst. Denn manche leben jahrelang in einer Stadt, ohne diese wirklich zu kennen.

2. Mache Dein Glück und Dich selbst von anderen unabhängig

Dir ist es sicherlich auch schon mal passiert, dass Du einen Abend mit Freunden geplant hast, und sie plötzlich absagen. Vielleicht wolltet ihr auf ein Konzert gehen, wofür Du Dir teure Karten geholt hast.

Sowas ist ärgerlich, aber deswegen zu Hause sitzen und Däumchen drehen?

Nehme Dir lieber vor, auch mal alleine wegzugehen und Dich selbst zu beschäftigen. Es kann sehr erleichternd sein, freie Entscheidungen zu treffen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Ich bin in letzter Zeit öfter alleine weggegangen und habe dadurch wundervolle Menschen kennengelernt.

Alleine wegzugehen hilft Dir auch, Dich besser kennenzulernen und Dich emotional von anderen unabhängig zu machen. Dein Selbstwertgefühl wird steigen, sobald Du merkst, wie gut Du Dich auch alleine beschäftigen kannst.

Emotionale Unabhängigkeit gehört zu eine der wichtigsten Bestandteile des Glücklichseins. Zu wissen, dass wir auch ohne die Hilfe anderer zurechtkommen und unsere emotionalen Bedürfnisse allein durch unsere eigenen Taten füllen können, ist sehr beruhigend.

3. Plane jeden Tag etwas, worauf Du Dich freuen kannst

Wann hast Du Dir das letzte Mal etwas gegönnt?

Schreibe Dir jeden Tag auf, was Du nach Feierabend unternehmen möchtest. Auch wenn es „nur“ ein kleines Fußbad oder ein leckeres Abendessen mit einer guten Freundin ist.

Besonders nach Feierabend ist es wichtig, Dich gedanklich von der Arbeit zu distanzieren. Eine gesunde Work-Life-Balance sorgt für Ausgewogenheit und Zufriedenheit.

Auch auf lange Sicht kannst Du Dir größere Pläne setzen. Beispielsweise einen Strandurlaub, ein Musical-Besuch oder ein Wellness-Wochenende mit Deinen Freunden.

Der Alltag kann so viel angenehmer sein, wenn man sich auf etwas freuen kann. Und wenn es mal nicht so gut läuft, kannst Du Dir immer noch sagen: „In ein paar Stunden lasse ich es mir richtig gut gehen!“ 😉

4. Orientiere Dich täglich an einem inspirierendem Zitat

„Be the type of person you want to meet.”

Dieses Zitat gehört zu eine meiner Lieblings-Motivationssprüche, an welchem ich mich im Alltag gerne orientiere.

Hast Du auch ein paar Zitate, die das Beste aus Dir rausholen und Dich für den Alltag motivieren?

Dann nutze sie als Orientierungshilfe und Inspiration. Falls Du während des Tages einen kurzen Durchhänger hast, rufe Dir einfach das Zitat ins Gedächtnis. Es wird Dir Motivation für den restlichen Tag geben.

5. Schätze die kleinen Dinge des Lebens

Weißt Du noch, wie sehr Du Dich als Kind über bestimmte Dinge freuen konntest?

Über die wunderschönen bunten Blümchen, die auf der Wiese wachsen, über ein erfrischendes Schoko-Eis im schwülen Sommer oder über den Nachbarshund mit der großen feuchten Schnauze, welchen Du jedes Mal auf Deinem Schulweg im Vorübergehen gestreichelt hast.

Irgendwann schienen andere Dinge im Leben wichtiger geworden zu sein – Dein Studium, Dein Beruf und allerlei Alltagsprobleme, sodass die „kleinen“ Dinge im Leben ihre Bedeutung gefunden haben.

Versuche mal wieder, auf solche Kleinigkeiten, die doch von so großer Bedeutung für Dein Glücksempfinden sein können, Acht zu geben und die Momente zu genießen.

Läufst Du beispielsweise zur Arbeit, achte auf die Blumen, die am Wegrand wachsen. Oder auf die unterschiedlichen Gebäude, für die Du lange keine Beachtung gefunden hast. Ist Dir schon mal die nette Briefträgerin aufgefallen, die Dir jeden Morgen nett zuwinkt?

6. Probiere mindestens 1x die Woche etwas Neues aus

In unserer Kindheit schien die Zeit oft viel langsamer zu vergehen als mit dem Älterwerden. Wir konnten es kaum erwarten, endlich „groß“ zu sein und so toll wie unsere erwachsenen Vorbilder zu werden. Endlich ernstgenommen zu werden und irgendwann ein tolles Schloss zu besitzen.

Hirnforscher haben herausgefunden, dass laut subjektiver Wahrnehmung von Kindern die Zeit deswegen so langsam vergeht, da diese ständig Neues erleben und viele Sachen noch nicht kennen.

Was lernen wir also daraus? Wir können die Zeit subjektiv verlangsamen lassen, indem wir Neue Sachen ausprobieren. Nehme Dir also mindestens 1x die Woche vor, etwas auszuprobieren, was Du noch nicht kennst. Es muss nicht zwangsläufig eine neue Aktivität sein, aber vielleicht könntest Du:

– neue Rezepte erlernen
– eine neue Sportart ausprobieren
– Segway fahren oder Fallschirm springen 😉
– Messen besuchen
– nach einer neuen Jobherausforderung suchen, falls Du mit dem jetzigen unzufrieden bist
– eine unbekannte nahgelegene Stadt besuchen ….

Raus aus dem Alltagstrott, rein in die Erlebniswelt!

7. Lebe auf die altmodische Art und Weise

Damit meine ich: Versuche mal für ein paar Tage ohne moderne Technologien auszukommen. Schalte Dein Smartphone nach der Arbeit aus, mache lieber einen Spaziergang nach der Arbeit, anstatt Dich vor den Fernseher zu setzen und lasse Deinen Laptop zu Hause ausgeschaltet.

Wir verschwenden täglich viel zu viel Zeit damit, auf Bildschirme zu starren, während das Leben draußen an uns vorbeizieht.

Weißt Du eigentlich noch, womit Du Dich damals so beschäftigt hast, als modernen Technologien noch nicht so weit vorangeschritten waren?

Weniger aufs Handy zu schauen hilft uns, mehr auf unsere Außenwelt Acht zu geben. Du wirst sicherlich viel mehr Zeit an der frischen Luft verbringen und Dich lebendiger fühlen.

8. Tue jeden Tag etwas Gutes

Deinen Mitmenschen zu helfen hilft nicht nur den anderen, sondern auch Dir selbst. Eine amerikanische Studie ergab: Im Augenblick der Hilfeleistung erleben wir ein Stimmungshoch, da Endorphine freigesetzt werden. Diese sorgen für Glückswahrnehmungen, während das Gefühl von Einsamkeit abnimmt. Wir wirken insgesamt ausgeglichener und ruhiger.

Dabei ist es egal, wem Du Deine Hilfe anbietest. Vielleicht braucht Dein alter Nachbar nebenan ein wenig Unterstützung beim Einkauf oder ein Obdachloser freut sich, wenn Du ihm Essen vorbeibringst. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als Menschen geholfen zu haben.

Wenn Du anderen hilfst, steigt auch Dein Selbstwertgefühl, da Du das Gefühl hast, ein wichtiger Bestandteil Deiner Gesellschaft zu sein.

9. Bleibe informiert

Bewusst zu leben heißt auch, die Augen nicht vor der Realität zu verschließen. Sicherlich können wir nicht über alle Themen top informiert sein, aber wir sollten zumindest einen groben Überblick darüber haben, was gerade in der Weltgeschichte passiert.

Beispielsweise kannst Du Dir überlegen, wie Du selbst ein aktiver Teil Deiner Umgebung werden kannst. Beteilige Dich an politisch-gesellschaftlichen Aktionen, mit denen Du glaubst, etwas Produktives zu Deiner Gesellschaft beitragen zu können.

Deine Unterschrift bei einer anstehenden Petition kann schon viel verändern.

Auch Demonstrationen beeinflussen die Politik und haben schon oftmals zu Veränderungen geführt, auch wenn diese von vielen als zwecklos betrachtet werden. Denn Demonstrationen haben zweierlei mächtige Wirkungen:

Auf der einen Seite ermutigen Demonstrationen anderen Menschen dazu, sich selbst politisch zu beteiligen. Diese Innenwirkung beweist, dass Gleichgesinnte mit ihren Gedanken nicht alleine dastehen.

Andererseits sorgen sie für eine erhöhte öffentliche Wahrnehmung eines bestimmten Problems innerhalb einer Gesellschaft. Es ist keine Seltenheit, dass die Presse noch wochenlang über einen Aufmarsch berichtet.

Bewusst zu leben bedeutet auch, einen aktiven Beitrag zu einer Gesellschaft zu leisten und mit eigener Tatenkraft ein Teil positiver Veränderungen der Welt zu werden.

10. Schreibe täglich ein positives Erlebnis auf

Täglich sind wir durch das Weltgeschehen von negativen Nachrichten umgeben. Wir hören von Bürgerkriegen, Kriegsverbrechen und der andauernden Eurokrise. Von machtbesessenen Eliten mit egozentrischen Interessen, Politikern sowie Journalisten, die sich korrumpieren lassen.

Wie können wir es schaffen, trotz der Negativ-Ereignisse optimistisch zu bleiben? Führe eine Art „Erfolgs-Tagebuch“, in welches Du jeden Tag ein positives Erlebnis einträgst.

Hast Du heute beispielsweise…
– eine besonders nette Person getroffen?
– jemandem zugelächelt und ein Lächeln zurückbekommen?
– eine erfolgreiche Präsentation gehalten?
– ein Erfolgserlebnis bei der Arbeit gehabt?
– jemandem geholfen?
– einen beruhigenden Spaziergang auf dem Feld gemacht?

Positive Erlebnisse aufzuschreiben wirkt sich positiv auf Deine Gedankengänge aus und Du blickst optimistischer auf die Zukunft. Gleichzeitig steigerst Du Dein Selbstwertgefühl, wenn Du merkst, dass Du jeden Tag etwas Tolles erlebt oder vollbracht hast.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Menschen dazu neigen, negative Ereignisse eher in Erinnerung zu bewahren, als positive Ereignisse. Hast Du mal einen schlechten Tag, hilft Dir dieses Tagebuch, auf die positiven Dinge zu achten und Dich nicht zu stark herunterziehen zu lassen.

11. Pflege Deine sozialen Kontakte

Soziale Kontakte sind der Nährstoff für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden. Eine Nord-Karelia-Studie an 20.000 Personen zeigte, dass gut gepflegte Freundschaften in den meisten Fällen zu einem verlängerten Leben führten.

Gleichzeitig wird durch das Pflegen sozialer Kontakte Dein Depressionsrisiko verringert. Denn Dein Umfeld ist sehr wichtig, um nicht zu vereinsamen. Andere an Deinem Leben teilhaben zu lassen und auch ein bedeutender Teil im Leben einer anderen Person zu sein, kann eine der schönsten Gefühle der Welt sein.

12. Sage „Danke“

Für wen oder was bist Du besonders dankbar?

Ein kleines Wort wie „Dankeschön“ sorgt für ein positives Miteinander und zeigt uns wichtigen Personen, dass wir sie wertschätzen und anerkennen. Wir sollten keine Taten oder Freundschaften für selbstverständlich nehmen, denn sie sorgen für die kleinen Freuden in unserem Leben.

Nehme Dir vor, regelmäßig anderen Personen zu zeigen, dass sie Dir wichtig sind. Beispielsweise kannst Du auch mal eine Dankeschön-Karte schreiben oder jemandem einen Blumenstrauß vor die Tür legen. Die Person wird sich sicherlich sehr freuen! :)

13. Spreche bewusster

Nicht nur Deine Augen, sondern auch Deine Sprache ist der Spiegel Deiner Seele. Sie präsentiert, wie Du selbst zu Dir und Deinen Mitmenschen stehst.

Rufe Dir eine Person in Erinnerung, die Dir unsympathisch war und überlege, wie ihre Sprachwahl gewesen ist. Oftmals sind es „Kleinigkeiten“ wie Satzmelodie, Grammatik, ein Akzent oder Satzbau, die doch Großes bewirken. Eine aktive, bewusst gewählte Sprache strahlt Selbstbewusstsein aus und zeigt, dass Du präsent bist. Sie beeinflusst, wie andere Personen von Dir denken.

Es gibt ein schönes Zitat, welches mich immer wieder zu einer bewussten Sprache motiviert: „Speak in such a way that others love to listen to you. Listen in such a way that others love to speak to you.“

14. Beeinflusse Deine Gedankenwelt anhand aktiver Sprache positiv

Gleichzeitig kannst Du mit einer bewussten Gedanken-Sprache auch neue Gewohnheiten kultivieren.

Mache Dir stets bewusst, dass Dein Kopf kein eigenständiger Akteur ist, sondern dass Du ihn steuern kannst – und somit Dein Leben positiver beeinflussen kannst.

Ich nenne Dir mal ein Beispiel: Rufe Dir eine vergangene unangenehme Situation in Gedanken. Vielleicht war das Gespräch mit Deinem Chef besonders peinlich oder Du hast Deinem Partner irgendwelche Sachen unfairerweise an den Kopf geworfen, weil Du an diesem Tag emotional geladen warst.

Im Nachhinein hast Du Dir möglicherweise gedacht „Hätte ich doch bloß anders gehandelt“ oder „Wie konnte ich nur so blöd sein“ oder „Wieso krieg ich eigentlich nichts auf die Reihe“.

Deine Gedanken-Sprache wäre in diesem Fall destruktiv gewählt. Achte die nächsten Male darauf, mit konstruktiven Gedankengängen Dein zukünftiges Handeln positiv zu beeinflussen.

Konstruktiv wäre beispielsweise, sich zu sagen: „Okay, dieses Mal ist es nicht optimal gelaufen. Aber ich kann das eigentlich besser. Was lerne ich aus der vergangenen Situation und was kann ich beim nächsten Mal besser machen?“

Fühlst Du Dich unwohl, ist es wichtig, das Problem als allererstes in Deinem Kopf zu suchen. Denn mit einer kleinen Umstrukturierung Deiner Gedanken kannst Du Dein Leben mit etwas Training produktiv verändern. Also: Ist das Glas das nächste Mal halb voll oder halb leer? 😉

15. Verliere nicht das Kind in Dir und halte an Deinen Träumen fest – egal wie alt Du bist

„Alle großen Leute waren mal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran.“ – Zitat aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry

Warum denken wir manchmal so gerne voller Nostalgie an unsere Kindheit zurück? Bei vielen wird die Antwort lauten: Als Kind war alles viel einfacher. Kinder sind weltoffener, neugieriger und haben noch keine Hemmungen. Sie sind ständig auf der Suche nach neuen Entdeckungen und voller Fantasie. Sie halten mit ihrem ganzen Herzblut an ihren Träumen fest und lassen sich von nichts und niemandem diese Träume aus dem Kopf zu schlagen.

Um Freundschaften zu knüpfen, bedurfte es nur der Frage: „Wollen wir vielleicht Freunde werden?“, und plötzlich hatte man einen neuen besten Freund, mit dem man durch dick und dünn gegangen ist. Im Alter verändern sich unsere Träume – oft, weil man als Kind von seinen Träumen entmutigt wurde. „Ach, Kind, du wirst niemals Formel-1-Fahrer werden. Das ist ja vollkommen unrealistisch. Lerne doch lieber einen anständigen Beruf.“

Alte Träume werden durch neue ersetzt. Und wenn Du mal ehrlich zu Dir selbst bist: Inwiefern ist Dein soziales Umfeld dafür verantwortlich? Wie oft hast Du Dich schon nicht getraut, Deinen Zielen nachzugehen, nur weil Du Angst vor der Reaktion anderer hattest?

Ich kann Dir nur sagen: Es ist niemals zu spät, seine Träume zu verwirklichen. Es wäre sogar töricht, nicht an ihnen festzuhalten.

Wenn Du später auf Dein Leben zurückblickst, möchtest Du schließlich nicht sagen: „Einmal hätte ich beinahe den Kilimanjaro bestiegen. Und einmal hätte ich fast eine Weltreise gemacht!“, sondern „Ich habe damals den Kilimanjaro bestiegen, obwohl alle gesagt haben, ich würde es niemals schaffen“. „Ich habe damals den Sprung gewagt, die Welt zu bereisen, obwohl ich vieles dafür aufgeben musste. Doch das war es wert!“

Fazit: Laufe mit kleinen Schritten einer großen Lebensveränderung entgegen

Manchmal haben wir das Gefühl, zu sehr im Alltag gefangen zu sein und keine Möglichkeit zu haben, aus den üblichen Routinen auszubrechen. Eine Umstrukturierung der Lebensgewohnheiten erscheint oft mühsam und unerreichbar.

Um glücklicher zu werden, musst Du keineswegs bisherige Routinen aufgeben. Integriere stattdessen mit meinen 15 Tipps wöchentlich eine weitere Routine in Deinen Tagesablauf und versuche, Dich die ganze Woche an den „Ratschlag der Woche“ zu halten.

Du wirst merken, dass es Dir leichter fallen wird, diese Routinen irgendwann unterbewusst auszuführen und dadurch Schritt für Schritt einem bewussteren und glücklicheren Leben entgegenzusteuern. Bist Du mit an Bord?

Hier nochmals eine kleine Checkliste:

1. Lebe jeden Tag, als wärest Du auf Reisen
2. Mache Dein Glück und Dich selbst von anderen unabhängig
3. Plane jeden Tag etwas, worauf Du Dich freuen kannst
4. Orientiere Dich täglich an einem inspirierendem Zitat
5. Schätze die kleinen Dinge des Lebens
6. Probiere mindestens 1x die Woche etwas Neues aus
7. Lebe auf die altmodische Art und Weise
8. Tue jeden Tag etwas Gutes
9. Bleibe informiert
10. Schreibe täglich ein positives Erlebnis auf
11. Pflege Deine sozialen Kontakte
12. Sage „Danke“
13. Spreche bewusster
14. Beeinflusse Deine Gedankenwelt anhand aktiver Sprache positiv
15. Verliere nicht das Kind in Dir und halte an Deinen Träumen fest – egal wie alt Du bist

Als letztes ein kleiner Tipp: Notiere Dir meine 15 Tipps – Bewusster Leben auf einen Spickzettel und stecke diesen in Dein Portemonnaie. Somit hast Du meine motivierenden Ratschläge immer parat und kannst in jeden Situationen darauf zurückgreifen und Dich selbst zu Veränderungen ermutigen.

Zu allerletzt würde es mich noch interessieren: Hast Du noch weitere Tipps zum bewussteren und glücklicheren Leben?

by: Minna Tran